Freilichtmuseum - „Campus Galli“
Willkommen im 9. Jahrhundert
Unser Guide, Herr Christoph, erwies sich als echter Glücksgriff. Mit Leidenschaft und Detailwissen führte er uns durch das entstehende Klosterdorf. Er erklärte, wie hier mit historischen Techniken und Werkzeugen ein ganzes Kloster entsteht – Stein auf Stein, Balken für Balken, genau wie im Jahr 830.
Besonders spannend: Die Einblicke in die einzelnen Baustellen – vom Gerber bis zur Schmiede – und die Erklärung, wie mühsam und gleichzeitig genial unsere Vorfahren damals gearbeitet haben.
Mittagessen im Freien: Mittelalterlich – und frostig
- Metwein, der glücklicherweise warm serviert wurde (ein echter Lebensretter bei gefühlten 5 Grad)
- Linsensuppe mit Wurst, dampfend und kräftig
- Honigkuchen – süß, klebrig, perfekt
- und das schwäbische Highlight: Dennetle, eine Art mittelalterliche Pizza, herrlich deftig.
Die Erkenntnis des Tages: Wenn die Organisation „gute Kleider“ empfiehlt, dann sind Frühlingsjäckchen keine gute Idee. Einige von uns lernten das auf die harte Tour – tapfer, aber leicht bläulich.
Bummel durch die Vergangenheit
Die Liebe zum Detail auf dem gesamten Gelände beeindruckte jeden von uns. Keine Maschinen, kein Strom, nur Mensch, Tier und Handarbeit – ein faszinierender Einblick in eine fast vergessene Welt.
Heimfahrt mit warmem Herzen
Um 15:30 Uhr hieß es Abschied nehmen. Wieder im Car, diesmal in eine gemütliche, angenehm warme Atmosphäre gehüllt, fuhren wir zurück Richtung Speuz. Trotz der frischen Temperaturen draußen waren sich alle einig: Dieser Tag war ein voller Erfolg – lehrreich, lustig, außergewöhnlich.
Fazit
Wer den Campus Galli besucht, reist nicht nur ins Mittelalter, sondern auch in eine Zeit, in der Geduld, Handwerk und Gemeinschaft über allem standen. Und das nächste Mal? Packen wir die dicken Jacken ein – versprochen!